logbook 2016

Die Reise zu den Ostfriesischen Inseln

The voyage to the East Frisian Islands

 

05. September 2016 - Monday

 

07:15 Uhr grau bedeckt ztw. Regen WNW 3 1014 hPa 14°C. Erst nachmittags erwarten wir das Hochwasser. Mit dem ablaufenden Wasser wollen wir dann heute nach Emden fahren. Inzwischen hat Loona längst gemerkt. das wir ablegen wollen. Der Vormittag wird noch für die letzten Vorbereitungen verwendet. Wassertanks füllen, Motor- und Gerätekontrolle. Alles in Ordnung. Nur das alte Radargerät will nicht mehr so starten, wie wir das wollen. Um 15:40 Uhr ist es dann soweit. Wir legen ab. Die Schleuse wartet auf uns. Christoph und Hündin Lotte bringen uns mit durch die Schleuse. Vor der Schleuse lassen wir die Beiden auf den Wartesteg übersteigen und fahren allein unter Motor weiter.

07:15 o´clock grey overcast occasionally rain WNW 3 3014 hPa 14°C. In the afternoon we exspect the high tide. With the downrunning tide we want to go to Emden today. In the meantime Loona had noticed, that we want to leave the harbour. The morning is still used for the last arrangements. We fill up th water tanks and check the engine and the nautical devices. Everything is okay. Except the old radar device don´t want no longer start as we want. Then at 15:40 o´clock we sail. The lock is waiting for us. Christoph and ladydog Lotte helps us with the lock. In front of the lock we leave both at the waiting ponton and go on only with the engine.

Um 17:00 Uhr können wir durch die Strassenbrücke von Leer. Wir müssen nur kurz auf ein weiteres Schiff warten. Eine halbe Stunde später kommt uns die Wasserschutzpolizei entgegen. Gleich nachdem sie an uns vorbei sind, drehen sie und sehen sich unseren Segler aus der Nähe an. Die "pacifico" fällt durch ihr Erscheinungsbild doch richtig auf. Vom Polizeiboot folgen einige Handzeichen, mit denen wir aber nichts anfangen können. Das Polizeiboot wird schneller und verschwindet emsabwärts Richtung Emden. Dort ist auch der Liegeplatz des Bootes. Um 18:40 Uhr passieren wir das Emssperrwerk. Trotz des Wochentages ist weit und breit kein Berufsschiff zu sehen. Die Sonne geht langsam zum Horizont. Um 19:35 Uhr sind wir am Zollponton fest. Der eigentliche Yachtanleger im Außenhafen von Emden ist bereits zugeparkt. Mit dem schweren und langen Boot wollen wir nicht in die kleinen Boxen fahren. Unser altes Maschinchen hat wieder wunderbar funktioniert. Gute Pflege! Die ersten 18,5 sm sind geschafft. Morgen wollen Christoph und Lotte mit ihrem Segler "Infinite Loop" nachkommen. Dann soll es ein Stück gemeinsam weiter gehen. 20:00 bewölkt NW 1-2 17°C. 22:00 Uhr Stille klar.

At 17:00 o´clock we can pass the street bridge of Leer. We just have to wait a short time for another boat. Half an hour later the water police boat passes us. As soon as they passed us,  they turn around and have a look at our boat at a close range. "pacifico" is a noticeable boat. From the police boat follow some hand signs with which we can start, however, nothing. The police boat becomes quicker and disappears downriver in the direction  of Emden. There is the berthing place of the boat. T 18:40 o´clock we pass the Ems-Barrier. In spite of the weekday no other ship is to be seen around. Slowly the sun goes down. At 19:35 o´clock we are good moored at the custom-ponton. The original yacht ponton in the outer harbour of Emden is already occupied. With our long and heavy boat we don´t want to drive between the other boats. Our old engine has wonderfully worked again. Good care! The first nm are managed. Tomorrow Christoph and Lotte with the sailer "Infinite Loop" will reach our berthing place too. Then we want to sail together for a while. 20:00 o´clock overcast NW 1-2 17°C. 22:00 o´clock calm clear sky.

06. September 2016 - Tuesday

06:50 Uhr 1/8 Bedeckung Stille lcht. diesig 1025 hPa 11°C. Der Bb-Tankdeckel des Dieseltanks leckt. Die Ursache ist einfach. Nach dem Einbau des neuen Gummidichtringes waren die Schraubenmuttern nicht richtig fest gezogen worden. Nachdem jede Mutter eine 90°-Drehung verpasst bekommen hat, ist das Problem gelöst. Die Reinigung des betroffenen Bereiches dauert dafür fast 5 Stunden. Bei bestem Sommerwetter. Wir bleiben heute liegen und warten auf das Eintreffen der "Infinite Loop" mit Christoph und Hündin Lotte. Ab dem Nachmittag ist ein leichter Schwell im Hafen. Der Wind hat inzwischen auf SW gedreht und bläst mit Stärke 4. Dazu bestes Sommerwetter bei 28°C im Schatten. Zbigniew kommt am späten Nachmittag vorbei zum Plausch.

06:50 o´clock 1/8 overcast calm light dizzy 1025 hPa 11°C. The fuel tank cap of the port fuel tank leaks. The cause is easy. After the installation of the new elastic sealing ring the screw nuts had not been properly tightened. After every nut had got 90° rotations missed, the problem was solved. The cleaning of the affected area took about 5 hours. In the best summer weather. Today we stay here and wait for the arrival of the "Infinite Loop" with Christoph and Lotte. From the afternoon a light swell is in the harbour. The wind has turned, in the meantime, on SW and blows with strength 4. Summerweather up to 29°C in the shade. In the late afternoon Zbigniew come along for a smalltalk.

 

 

 

 

Gegen 19:00 Uhr meldet sich die "Infinite Loop" und macht eine halbe Stunde später an unserer Bb-Seite fest. Lotte´s erster Weg ist schnell zu uns an Bord, denn hier wartet ein langes Sofa in der Plicht, in das sie sich verliebt hat. Hier macht sie sich lang und läßt sich durch nichts stören. Christoph bleibt erst einmal erstaunt zurück. Die Sonne geht bald unter. Unser Abend wird kurz. Morgen früh wollen wir zeitig auslaufen, um die Tide gut auszunutzen.

Around 19:00 o´clock the "Infinite Loop" gives us a call and half an hour later she is alongside on "pacifico´s port side. The first way of Lotte is to come on board to her sofa, with which she had fallen in love. Here she makes herself long and can be disturbed by nothing. Christoph stays behind first of all surprised. The sun soon sets. Our evening becomes short. Tomorrow morning we want to leave early to have the tide with us well.

07. September 2016 - Wednesday

03:30 Uhr Stille klar 18°C. Während der gesamten Nacht lässt die Fähre "Ostfriesland" an der Pier gegenüber ihre Gasturbine laufen. Damit erzeugt die Fähre in der ungenutzten Liegezeit Strom für das öffentliche Netz. Das soll rentabler sein, als die Turbine während der Liegezeit auszuschalten. Der Betrieb ist aber nicht leise. So wird der ganze Außenhafen die ganze Nacht mit den Laufgeraüschen der Turbine beglückt. Der Sommer in diesem Jahr wurde ganz offensichtlich auf die Zeit unserer Reise verschoben.

03:30 o´clock calm clear sky 18°C. During the whole night the ferry "Ostfriesland" at the opposite pier lets run her gas turbine. With it the ferry generates electric current for the public net during her unused time. This should be more profitable, than to switch off the turbine during  the unused time of the ship. However, the work is not quiet. So the whole night the outer harbour of Emden is happy supplied by the running noise of the turbine. The summer this year was shifted quite obviously to the time of our trip.

Um 04:00 Uhr legen wir ab. Die Sonne lässt sich bald blicken. Ab der Emstonne 30 stellen wir fest, das unsere elektronische Seekarte keine Angaben mehr machen will. Nur die Position wird noch angezeigt. Sonst keine Details. Dafür läuft der Motor sehr gut mit. Das Wetter ist schwachwindig bei guter Sicht. An Segeln ist da nicht zu denken. Der "Infinite Loop" ergeht es nicht  besser. Bereits um 08:50 Uhr erreichen wir unseren Liegeplatz auf Borkum. Beim Einlaufen war kein Hafen oder Hafenmeister über Funk zu erreichen.

At 04:00 o´clock we leave the harbour of Borkum. The sun comes soon. By passing the Emsbuoy number 30 we notice that our electronic sea map shows no more information except the position. No other details. For it the engine runs very well. The weather is weakly windy with good view. No chance to sail. The "Infinite Loop" has the same problem. Already at 08:50 o´clock we reach our berth at Borkum. With the entrance we can get no radio contact with the harbour or the harbour master.

Der Zustand der Sanitäranlagen in dem ehemaligen Militärbereich lässt stark zu wünschen übrig. Der Müll läuft über. Das lässt nicht auf täglichen Service schließen. Die Duschen der Damen sind gleich komplett ausgefallen. Wir verbringen den Nachmittag im Ort Borkum. Mit Besuch des Hundestrandes. Danach nehmen uns unsere elektronische Seekarte vor. Die Softwarefirma hat ihren Updateservice verändert. Man bekommt nun nicht mehr automatisch die freigeschalteten Bereiche mit Updates versehen, sondern nur noch die Bereiche die man vorher auswählt innerhalb der freigeschalteten Bereiche. Die Updates gehen dadurch schneller, aber man bezahlt nun für unbenötigte Bereiche beim Kauf der Software mit. Unsere Karte wird wieder perfekt. Wir wollen schließlich die Inseln anlaufen. Dort gibt es  jede Menge Flachwasserbereiche. Am Abend schaut dann die nette Hafenmeisterin vorbei. Sie erinnert sich noch gerne an den Besuch der "pacifico" im letzten Jahr und, natürlich, an Loona. Ein sehr warmer Sommertag bis 29°C im Schatten. 22:00 Uhr 2/8 Bedeckung NE 3 1018 hPa 18°C.

The state of the sanitary arrangements in the former military area is still very bad. The garbage runs over. This does not conclude by everyday service. The showers of the ladies are totally defect. We spend the afternoon in the town Borkum. The town has the same name as the island. So it is the only town on the island. Then we take care of our electronic sea chart. The software company has changed the update service. Now one can´t get the updates for the whole booked areas automatically. First one must choose the needed area. By this way the updates are faster finished but everybody has payed for much more areas. Also areas one don´t need. So we get our electronic sea chart perfect again. This is important, because we want to enter the shallow water areas north of the islands to reach the harbours there. In the evening the very kind female harbour master comes along. She still remembers the last visit of "pacifico" last year with pleasure and, of course, Loona. Another very warm summer day up to 29°C in the shade. 22:00 o´clock 2/8 overcast NE 3 1018 hPa 18°C.

08. September 2016 - Thursday

05:30 Uhr klar SE 3 1014 hPa 15°C. Die Sonne ist da, Lotte wird wach - und nimmt sofort "ihr" Sofa auf der "pacifico" in Beschlag. Wir wollen heute nach Norderney segeln. Die Insel Juist müssen wir ausfallen lassen. Der Hafen dort hat bei den herrschenden östlichen Winden einfach zu wenig Wasser für unseren Segler. Schnell können wir dort bei weiterem Ostwind längere Zeit hängenbleiben, denn östliche Winde lassen die Flut nicht so hoch kommen wie im Normalfall. Um 07:15 Uhr geht es los. Nach Segelwind sieht das bisher nicht aus. Nur die leichte "Infinite Loop" kann einigermaßen in Fahrt kommen. Die wiegt nur 1/4 des Gewichtes der "pacifico" und hat natürlich einen Seglerrumpf. Da kommt der Verdrängerrumpf der "pacifico" nicht mit. Dafür gibt es bei uns das von den Hunden geliebte lange Sofa, sogar mehrere!

05:30 Uhr clear sky SE 3 1014 hPa 15°C. The sun comes, Lotte wakes up - and monopolises immediately "her" sofa on "pacifico". We want to sail to the island Norderney today. We can´t visit the next island, Juist. The harbour there has not enough water for our sailer. Quick we can get stuck there with easterly winds for a longer period of time. With easterly the flood comes not so high as normal. We start at 07:15 o´clock. The wind is to poor for sailing. Only the lightly "Infinite Loop" can sail a little bit. She only weighs 1/4 of the weight of "pacifico" and has a hull of a sailing boat. There the high displacement body of "pacifico" does not come along. For it there is with us the long sofa, loved by the dogs. Even several!

In der Emsmündung an der Nordseite des Hohen Riffs nordwestlich von Borkum verabschiedet sich die "Infinite Loop". Christoph und Lotte wollen dichter unter Land bleiben und dadurch etwas abkürzen. Wir bleiben nördlich der 5m-Linie vor der Küste. Im Laufe des Tages ist er uns etwas mehr als 1 Stunde voraus. Wir sehen ihn noch lange kreuzen. Östliche Winde sind eben nicht so ideal, wenn man nach Osten segeln will. Wir halten regelmäßig Funkkontakt auf Kanal 77. Dann heißt es "Loona ruft Lotte" oder "Lotte ruft Loona". Wieder ein herrlicher warmer Sommertag. Leider schwachwindig. Der Wind schläft immer mehr ein. Das bekommt auch die "Infinite Loop" zu spüren. Sie kommt wieder näher. Loona ist, wie immer, komplett aufgeregt. Pausenlos. Immerhin entwickelt sie Interesse an ihrer Umgebung. So wird nun auch einmal über den Steuerstand geschaut, um zu sehen, was da so passiert. Dann geht es auch ab und zu mal an Deck auf einen Spaziergang oder einfach  nur, um die warme Sonne zu genießen. Etwa 3 Stunden vor Erreichen der Norderney-Ansteuerungstonne gesellt sich ein großer Katamaran zu uns. Leider hat es der Schiffsführer mit dem Abstand nicht so genau. Immer wieder fährt er in unseren Nahbereich hinein. So können wir nicht in Ruhe gleichmäßig fahren. Inzwischen sind auch Christoph und Lotte wieder bei uns und fotografieren.

At the mouth of the river Ems on the north side of the high reef northwesterly of Borkum the "Infinite Loop" says Goodbye. Christoph and Lotte want to sail closer on the coast to have a shorter way at sea. We stay northerly of the 5m depht line in front of the coast. During the day they are a little more than one hour ahead of us. We can see them cruising a long time. Easterly winds are not so good if you want to sail east. We keep radio contact on chanel 77. Then we call "Loona calls Lotte" or "Lotte calls Loona". Again a marvellous warm summer day. Unfortunately, weak-windy. The wind falls asleep more and more. Also for the "Infinite Loop". She comes closer again. Loona is, as always, completely excited. Continously. At least, she develops interest in her neighbourhood. She takes a look at the engine controls and what is happening around her. Sometimen she goes with one of us on deck for a walk or just to enjoy the warm sun. About three hours before reaching the Norderney approach buoy, a big catamaran joins to us. Unfortunately, the master is not interrested in a save distance. Again and again he comes to close to us. So we cannot sail at an permanent speed. In the meantime, Christoph and Lotte are with us again and take photos.

Gegen 13:00 Uhr kommt die Insel Norderney und ihre Hauptstadt in Sicht. Wir selbst sind noch auf See am Ostende der Insel Juist unterwegs. Inzwischen ist leichter Dunst gekommen und der Wind eingeschlafen. Die Insel und die Stadt Norderney sehen dadurch ganz verschwommen aus. Um 13:45, wir brauchen noch etwa eine halbe Stunde bis zum Erreichen des Dovetiefs, fährt uns der Katamaran so dicht vor den Bug, das wir einen Vollkreis fahren müssen, um das Ding nicht zu rammen. Dort an Bord beginnt man nun seelenruhig mit Segel- und Motormanövern. Wahrscheinlich wieder welche von den "modernen Seefahrern", die meinen auf Seemannschaft und Funk verzichten zu können. Als wir dann um 14:15 Uhr das Dovetief erreichen, verschwindet der Katamaran weiter nach Nordosten, ohne die Einfahrt nach Norderney zu nutzen.. Er hat uns also völlig hirnlos behindert. Das Dovetief ist die nördliche Einfahrt nach Norderney. Im Westen gibt es noch eine Einfahrt über die sogenannte Schluchtertonne. Doch das Fahrwasser dort ist mehr starken Änderungen unterworfen. Wir nehmen das Dovetief. Dort soll bei Niedrigwasserstand die flachste Stelle 2m Wasser haben. Wir laufen mit fast hoher Flut ein. Die "Infinite Loop" ist schon fast im Hafen angekommen.

About 13:00 o´clock the island Norderney and her capital comes in sight. We are still at sea at  the eastern end of the island Juist. In the meantime, the weather is a little misty and the wind has fallen asleep. The island and the city of Norderney thereby looks completely blurred. Around 13:45 o´clock, we need another half an hour to reach the Dovetief approach buoy, the catamaran drives so close to our bow, that we must drive a full circle not to ram this boat and it´s silly crew. This crew now starts calmly with sail- and engine manoeuvres. Probably again some of the so called "modern seafarers", which think they can spare radio and good seamanship. When we reach the Dovetief at 14:15 o´clock, the cat disappears in a northeasterly direction without using the Dovetief entrance to Norderney. The crew has hindered us absolutely brainless! The Dovetief is the northern entrance to Norderney. There is another one in the west of Norderney, called Schluchter buoy. However, the waterway there is subjected to more strong changes. We take the Dovetief. Here the lowest waterlevel should be 2m. We run with almost high flood. The "Infinite Loop" is already almost in the harbour.

Durch die dumme Aktion mit dem Katamaran haben wir 20 Minuten Zeit verloren. Jetzt können wir die Stadt Norderney schon besser in der Nachmittagssonne an Backbord liegen sehen. Auch eine der Fahrwassertonnen. Wir müssen erst in südlicher Richtung ins Watt einlaufen. Dann geht das Fahrwasser in südwestlicher Richtung weiter, um bald wieder in südliche Richtung zu führen. Nun fährt man zwischen den Inseln Juist und Norderney. Bald muss man nach Osten in Richtung der Norderneyer Hafeneinfahrt abbiegen. Kurz vor der Einfahrt kommen uns Christoph und Lotte mit dem Schlauchboot entgegen und machen das Foto der einlaufenden "pacifico". Sie haben schon einen Liegeplatz für uns. Wir folgen ihnen einfach durch den Hafen. Der Hafen ist gut besucht.

We lost around 20 minutes by the crazy catamaran. Now we can see the city of Norderney already better lying on portside in the postmidday sun. Also one of the fairway buoys. First we must drive in southerly direction and enter the tidal flat. The waterway goes on in southwesterly direction, to change soon in a southerly direction again. Now we are driving between the islands Juist and Norderney. Soon we must change our course to a easterly direction to come to the harbour entrance. Shortly before the entrance Christoph and Lotte meet us with the rubber dinghy and take the photo of the incoming "pacifico". They have found a berth for us. We just have to follow them through the harbour. The harbour is well visited.

Von der Ansteuerungstonne Dovetief bis in den Hafen waren wir mit ruhiger Fahrtstufe und auflaufendem Wasser etwa 90 Minuten unterwegs. Es ist uns aufgefallen, das einige Fahrwassertonnen durch das Watt nicht an den gezeigten Orten der elektronischen Seekarte lagen. Das liegt einfach daran, das die Änderungen im Watt sehr schnell gehen. Bis diese dann in den Karten veröffentlicht werden, hat sich alles schon wieder geändert. Am besten die Einfahrt von See nur am Tage bei möglichst guten Sichtverhältnissen durchführen. Wir bekommen einen Platz direkt am Kopfende des Steges am nördlichen Ende der Marina. Um 15:50 Uhr sind wir, nach fast 34 sm, fest an unserem Platz. Kaum sind wir fest, unterbricht Loona ihren "Hungerstreik". Wir gehen bald mit ihr an Land. Die erste Wiese ist ihre und die lange Fahrt vergessen. Der klobige Oldie "pacifico" fällt sofort auf. Die Flagge der internationalen Meeresschutzorganisation Sea Shepherd bleibt am Mast. So etwas gibt es hier auf Norderney sonst nicht zu sehen. Wir wollen bis zum kommenden Montag bleiben. Das Liegegeld beträgt für "pacifico" und Besatzung 25,50 € per Tag. Dazu kommen noch Kosten für die Dusche an Land und für Strom (0,5 € per 1000 Watt). 23:45 Uhr klar Stille 1017 hPa 18°C.

From the approach buoy Dovetief till the harbour we run at a low speed with the upcoming flood about 90 minutes. We notice that some fairway buoys through the tidal flat are not on the charted position. The simply reason is that changes of the tidal flat happens very often and very fast. Until these are published then in the maps, everything has changed again. The best way to enter the fairway is at daytime and with good visibility conditions. We get a place directly at the head of the footbridge at the northern end of the marina. At 15:50 o´clock we are, after about 34 nm, moored on our berth. Hardly we are moored, Loona stops her "hunger strike". Soon we go ashore. The first meadow is her´s and the long trip is forgotten. The massive Oldie "pacifico" gets immediately attention. The flag of the international sea protection organisation "Sea Shepherd" remains in the mast. Normally, a flag like this is not to see here on Norderney. We want to stay here until Monday next week. The demurrage for "pacifico" and her crew is 25,50 € per day. In addition there are costs for the shower ashore and for electric current (0,5 € per 1000 watts). 23:45 o´clock clear sky calm 1017 hPa 18°C.

09. September 2016 - Friday

07:45 Uhr 1/8 Bedeckung SW 3 1016 hPa 16°C. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Christoph und Lotte, gehen die beiden mit Freunden surfen und segeln mit einem Minikatamaran. Wir nehmen uns den Westteil der Insel mit der Stadt der Insel vor. Das Bild zeigt den Blick in den Yachthafen von Nord nach Süd. Ganz im Hintergrund am linken Bildrand befindet sich die Anmeldung und der Service aller Art für den Hafen. Alles hat eine freundliche Atmosphäre. Der Anleger links gehört zu einer guten Segelschule. Mit kleinen und praktischen Kajütsegelbooten geht es täglich raus zum Segeln. Die Teilnehmer der Segelkurse sind immer gut gelaunt. Selbst ein Hausboot liegt hier im Hafen.

07:45 o´clock 1/8 overcast SW 3 1016 hPa 16°C. After a breakfast together with Christoph and Lotte, both left us to meet friends for surfing and sailing with a very small catamaran. We start to discover the western part of the island with the capital city. The picture shows the look in the yacht harbour from North to South. In the background on the left side of the picture is the registration and the whole service for the harbour. Everything has a friendly atmosphere. The landing pier on the left belongs to a good sailing school. With small and handy cabin sailingboats they start every day sailing lessons. The participants of the sail courses are always good-humored. Even a houseboat lies here in the harbour.

Auf unserem Weg in die Stadt laufen wir erst einmal den ganzen Hafen entlang. Ein Künstler hat einen großen Teil der Hafenmauer mit den Bildern der Schiffe bemalt, die einst oder auch jetzt noch den Norderneyer Hafen anlaufen. Ähnlich, wie es in den internationalen Yachthäfen von den Besucheryachten aus der ganzen Welt praktiziert wird. Die Leuchttürme gibt es hier nicht. Das sind Türme, die an den Küsten hier zu finden sind. Der Wind legt erst einmal wieder zu. Mit Loona gehen wir zuerst an den Weststrand der Insel. Dieser ist als Hundestrand ausgewiesen. Das verspricht gute Unterhaltung für die von der Seefahrt gebeutelte Loona. So kommt es auch. Loona weiß erst einmal gar nicht wohin sie als erstes rennen soll. Es gibt natürlich auch den einen oder anderen Hundekumpel kennen zu lernen. Jürgen will sie natürlich auch ins Wasser locken. Doch es ist Seegang. Loona geht nur soweit ins Wasser, bis ihr dieses an den Bauch reicht. Bei ihren kurzen Beinen ist das nicht so weit. Die Wellen sind ihr dann schon langsam zu hoch. Simone bleibt etwas weiter an Land und Loona stellt die Verbindung zwischen ihr und Jürgen her. Das möglichst schnell. Rennen in der frischen Brise macht heute sehr viel Spaß!

On our way in the town we run first of all along the whole harbour. An artist has paint all along the harbour wall pictures of ships which visit or visited the harbour of Norderney. It looks like the international yacht harbours like Horta or Las Palmas de Gran Canaria, where yachts from all over the world paint pictures of the yachts on the harbour wall too. These are not the lighthouses here. These are light houses which are to be found along the coasts here. The wind increases first of all again. With Loona we first go to the western beach of the island. This one is declared as a dog beach. This promises good entertainment for the by the seafaring buffeted Loona. So it comes. First of all Loona don´t know where to run first. There are also other dogs to get to know. Jürgen wants to get her into the water too. However, it is swell. Loona goes only so deep in the water until the water touches here belly. With here short legs this is not so far. The coming waves are still to high for her. Simone keeps a little more distance to the water and Loona keeps the connection by running between Simone and Jürgen. This as fast as possible. Running in the fresh breeze is very much fun for her today.

Während unseres Spazierganges durch die Stadt Norderney begegnen wir auf einem Platz einer Waffel-Bäckerei. Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Schräg gegenüber finden wir aber eine Eis-Bäckerei!? Wir haben weder eine gebackene Waffel noch ein gebackenes Eis probiert. Für uns war dann ein gewöhnlicher Eisbecher erst einmal völlig ausreichend.

During our walk through the city of Norderney we meet on a place a waffle bakery. This is not unusual in itself. However, at an angle towards we find a ice bakery!? We have tried neither a baked waffle nor a baked ice. Then for us a usual sundae was complete enough first of all.

Der Abend bringt uns einen herrlichen Sonnenuntergang. Christoph erhält die Nachricht, dass er mit dem Boot noch Bekannte mit 2 Kindern aus Norddeich abholen soll, die die letzte Fähre verpasst haben. Der Ebbstrom hat bereits eingesetzt. So fährt er los. Auf dem Rückweg, es ist bereits dunkel, bleibt das Boot im Watt stecken. Das bringt allen eine Nacht im Watt. 23:45 Uhr klar Stille 1017 hPa 18°C.

The evening shows us a very nice sunset. Christoph receives a message that he should fetch friends with two children by boat from Norddeich who have missed the last ferry. So he starts. The ebb tide has started already. On the way back, it is already dark, the boat gets stuck in the tidal flat. That means for everybody a night in the tidal flat. 23:45 o´clock clear sky calm 1017 hPa 18°C.

 

10. September 2016 - Saturday

 Um 06:00 Uhr ist Christoph mit seinem Transport zurück. Bis fast 04:00 Uhr hatte das Boot im Watt festgesessen. 08:30 Uhr klar S 3 1017 hPa 16°C. Wir lassen uns, zur Loona´s Freude, Zeit mit dem Aufstehen. Da ist Loona sehr unkompliziert. Sie sagt uns immer, wenn sie raus muss. Ganz ohne feste Zeiten! An Bord wird heute noch die Fettpresse für die Antriebswelle aufgefüllt und der Motor kontrolliert. Morgen soll es wieder los gehen. Heute machen wir uns noch einmal zu Fuß auf den Weg. Diesmal durch den Hafen, am Fähranleger vorbei und dann immer am Ufer entlang. Es fällt uns auf, das es auf unserem Weg nicht einen einzigen Papierkorb gibt! Kleine Müllmengen muss man gut kilometerweit mitnehmen. Der Uferweg ist ohne jede Müllsammelstellle. Trotzdem sind immer wieder Sitzgelegenheiten zum Verweilen vorhanden. Bei uns war es ein kleiner Plastikbeutel mit Loona´s Hinterlassenschaften, der dadurch einmal ein ganzes Stück der Küste kennenlernen, andere Hunde und Menschen sehen konnte.

At 06:00 o´clock Christoph and his boat comes back. Until around 04:00 o´clock his boat was on the ground in the tidal flat. 08:30 o´clock clear sky S 3 1017 hPa 16°C. We let ourselves, to Loona´s joy, time to get up. There Loona is very uncomplicated. She always tells us if she needs to get out. Without regular time. Aboard the oil press for the drive shaft gets a refill and we check the engine. Tomorrow we want to leave the harbour. Today we go again for a walk. Again alongside the harbour, the ferry berth and then along the waterside. We realise that there are no wastepaper boxes on our way! Small garbage pieces one must carry kilometre-far. The waterside way is without any waste boxes. On the other hand there are always possibilities to sit and rest. With us it was a small plastic bag with Loona´s "bequeathments". So this bag could see a long part of the coast and get to know other dogs and people.

Die zweite Tageshälfte verbringen wir mit Christoph´s Bekannten am Surferstrand, etwa südöstlich der Hafeneinfahrt. Ein dritter Hund ist auch mit Lotte dabei. Doch viel zu groß für Loona´s Spielabsichten. Sie ist heute so etwas wie das 3. Rad am Wagen. Jürgen hilft da aus. Mit der Dämmerung wird der Grill in Betrieb genommen. Leider gibt es hier kein Licht. Bald sitzen wir alle im Dunkeln. Es wird auch keine sehr warme Nacht. Die ersten Signale des nahenden Herbstes sind zu spüren. Wir müssen die "Infinite Loop" noch längsseits nehmen, da ihr bisheriger Liegeplatz ab morgen vergeben ist. 22:00 Uhr 3/8 Bedeckung SW 3.

The second half of the day we spend with Christoph´s friends at the surfer´s beach, southeast of the port entrance. A third dog is also present with Lotte, but to big for Loona´s play intentions. So she is the fifth wheel with the two big dogs. Jürgen helps out. With the dust the grill is put into service. Here, unfortunately, is no light. Soon we all sit in the darkness. It also becomes not a warm night. The first signs of the coming autumn are to be felt. We have to lay the "Infinite Loop" alongside the "pacifico" because her berth is occupied from tomorrow. 22:00 o´clock 3/8 overcast SW 3.

11. September 2016 - Sunday

07:00 Uhr grau bedeckt WNW 4-5 lcht. Regen 1015 hPa 18°C. Heute ist Loona´s Geburtstag! Sie ist jetzt 5 Jahre alt. Schon längst ist sie eine erwachsene Dame geworden. Wenn irgendwelche Leute kommen und sagen: "Oh, ist die süß!", weisen wir gerne darauf hin. Auf die von den Leuten angewendete "Babysprache" reagiert Loona längst abweisend. Das war nur in ihrem ganz jungen Alter angesagt. Heute steht sie auf normalen Tonfall. Auch beim Spielen. Davon bekommt sie heute Vormittag satt. In der Mittagszeit erhält die elektronische Seekarte ein Update, denn morgen soll es weiter nach Langeoog gehen. Wir füllen die Wassertanks auf und prüfen den Motor.

07:00 o´clock grey overcast WNW 4-5 light rain 1015 hPa 18°C. Today is Loona´s birthday. She is now 5 years old. Long time ago she has become an adult lady. If some people come and say: "Oh, how sweet she is!", we point it to them with pleasure. To the "baby talk", used by the people, Loona reacts not interrested. Nowadays she likes normal sound of the voices talking to her.  Also if we play with her. From this she gets a lot this morning. At midday our electronical chart gets a update, because we want to enter the tidal flat of the island Langeoog tomorrow. We refill our water tanks and check the engine.

Nach der Teezeit heißt es um 15:30 Uhr: "Leinen los"! Wir wollen zum Westende der Insel, um Segel- und Ankermanöver durchzuführen. Vorher muss die "Infinite Loop" wieder umgelegt werden. Die bleibt heute im Hafen. Christoph und Lotte kommen mit. Kaum sind wir aus dem Hafen, werden die Segel von Simone und Christoph gesetzt. Der Wind lässt inzwischen schon wieder nach. Kurz vor 16:00 Uhr gibt es nur noch Wind aus NE Stärke 2. Nach einer weiteren halben Stunde ist der Wind ganz verschwunden. Stille so weit das Auge reicht. So fällt das Segeln heute etwas kurz aus.

After the tea time we say at 15:30 o´clock: "Cast off"! We want to go to the western end of the island to train sail and anchor manoeuvre. Before we must bring the "Infinite Loop" to another berth. Today she stays in the harbour. Christoph and Lotte comes with us. Just as we have left the harbour Christoph and Simone set all sail. In the meantime the wind decreases again. Short before 16:00 o´clock there is only a northeasterly wind of force 2. After another half an hour the wind is gone. Calm all around. Today the sailing is a little poor again.

Es hilft nichts. Um 16:35 Uhr fällt der Anker auf Position 53°41,8´N 007°08,7´E. Wir ankern direkt vor dem Hundestrand. Loona kann die anderen Hunde sehen und hören, aber nicht hinkommen. An Bord wird es ruhig. Etwa 1 Stunde bleibt der Anker im Wasser. Dann gehen wir Anker auf. Langsam kommen immer mehr Besucher von See und aus dem Watt mit der Flut nach Norderney und wir wollen auch unseren Liegeplatz wiederhaben. Der Wind hat nicht mehr zugenommen. Es gibt nur einige wenige Windflächen auf dem Wasser. Die Segel bleiben unten und der Motor muss ran. Ein großer Katamaran hat direkt vor uns festgemacht. Das Paar an Bord hilft uns beim Anlegen. So soll es sein! Um 17:55 Uhr sind wir wieder an unserem Platz fest. 22:00 Uhr 7/8 Bedeckung SE 3-4 1020 hPa 17°C.

Nothing helps. At 16:35 o´clock the anchor falls on position 53°41,8´N 007°08,7´E. We are at anchor directly in front of the dog beach. Loona can see and hear the other dogs, but can´t go to them. Aboard it becomes quiet. About one hour the anchor remains in the water. Then we heave up the anchor. Slowly more and more visitors from the sea and from the tidal flat comes to Norderney and we also want to get our last berth again. The wind has not increased any more. There are only some wind surfaces on the water. The sails stay down and the engine must run. A big catamaran has moored directly in front of our berth. The couple aboard helps us with the lines. So it should be! At 17:55 o´clock we are back and moored at our last berth. 22:00 o´clock 7/8 overcast SE 3-4 1020 hPa 17°C.

12. September 2016 - Monday

07:00 Uhr SE 4 2/8 Bedeckung 1018 hPa 17°C. Nach einem ausgedehnten Vormittag, legen wir um 12:55 Uhr ab. Wir sind zur Zeit noch 1 Stunde vor dem Niedrigwasser, haben bestes Wetter und wieder nur wenig Wind. Die "Infinite Loop" fährt voraus. Unser Ziel ist heute die Insel Langeoog. Das Wetter sieht nach Sommer aus. Doch der Sommer liegt hinter uns. Wir haben richtig Glück mit dem Wetter auf unserer Reise.

07:00 o´clock SE 4 2/8 overcast 1018 hPa 17°C. After an extensive morning, we leave our berth at 12:55 o´clock. Actually we are 1 hour before the low tide, have best weather and only a little wind again. The "Infinite Loop" drives ahead of us. Today we want to reach the island Langeoog. The weather looks like summer. But the summer lies behind us. We have a lot of luck with the weather at our journey.

Nach etwa einer halben Stunde zieht die "Skyline" der Stadt Norderney an Steuerbord vorbei. Der Wind schläft. Hier, westlich der Insel, ist die Wassertiefe noch überall ausreichend. Der letzte Rest des Ebbstromes zieht uns nach See. In unserem Cockpit herrschen bei dieser Sonneneinstrahlung und Witterung ziemlich warme Temperaturen.

After half an hour the "skyline" of the city of Norderney passes us on our starboard side. The wind is sleeping. Here, to the west of the island, the water depht is everywhere still enough. The lat rest of the ebbstream brings us to sea. With this sunny weather and sun we have a pretty warm temperature in our cockpit.

Als wir die flachen Fahrwasserbereiche durch das Watt im Nordwesten und Norden der Insel erreichen, übernimmt die "Infinite Loop" mit ihrem Echolot die Führung. Unsere elektronische Seekarte zeigt, wie erwartet, trotz des neuesten Updates von heute Vormittag nicht die aktuellen Positionen der Fahrwassertonnen an. Nachdem wir die Dovetief-Ansteuerungstonne um 14:20 Uhr passiert haben,  geht es im Bummelgang mit einem Kurs von 075° und dem Motor weiter. Es herrscht fast kein Wind und wir haben genug Zeit. Wir wollen nicht zu früh an der Einfahrt nach Langeoog sein. Die leichte "Infinite Loop" hat wenigstens die Segel voll Wind. Wir entscheiden uns gegen das Segeln. Loona ist noch recht ruhig. Sie schaut oft einmal zu unserem Begleiter rüber, denn dort ist ihre Freundin Lotte.

As we reach the low level water areas in the tidal flat in the northwest and north off the island, the "Infinite Loop" guides us with her echo sounder. Our electronical chart with a new update shows, as expected, not the actual positions of the fairway buoys. After we have passed the Dovetief approach at 14:20 o´clock, we go on at a very low speed by the engine and a course of 075°. Ther is nearly no wind and we have a lot of time. We don´t want to be to early at the Langeoog entrance. The small "Infinite Loop" has only wind to fill the sails. We decide against the sailing. loona is still rather quite. Often she takes a look to our companion, because her friend Lotte is over there.

Der wenige Wind bläst direkt von vorn aus ostnordöstlicher Richtung. Wir fahren mit nur 2,5 Kn Geschwindigkeit und nutzen so die östliche Strömung vor der Küste für unser Vorankommen. Vor der Insel Langeoog wollen wir dann bei möglichst hoher Tide eintreffen, denn dort ist das Fahrwasser zur Insel noch flacher als bei Norderney. Um 15:20 Uhr hat der Wind auf immerhin NE Stärke 4 zugelegt. Das ist fast genau von vorne. Um 16:20 Uhr sind wir auf der Position 53°45,9´N 007°21,1´E und passieren die Insel Baltrum. Auch diese Insel müssen wir, wie schon Juist, auslassen. Unser Handbuch gibt für den Hafen dieser Insel eine Wassertiefe von 1,30m bei Flut an. Da würden wir lange vor Erreichen des Hafens im Watt stecken bleiben. Im Jahr 2014 haben wir Baltrum schon besucht. Aus diesem Grund mit der Fähre. Unser Reisebericht ist HIER. Loona hat es sich vorne in der Bugspitze gemütlich gemacht. Die Bordwand bietet ihr Schutz vor dem Wind und gleichzeitig mollige Wärme durch die Sonne. Sie ist recht ruhig und kann richtig die Fahrt genießen. Um 16:25 Uhr kommt dann auch die "Infinite Loop" wieder näher. Fototermin auf See.

The low east-northeasterly wind blows directly from ahead. We sail with a speed of only 2,5 knots and use the easterly current in front of the coast to get ahead. We want to reach the island Langeoog at a nearly high tide, because the fairway has a lower waterlevel than Norderney. At 15:520 o´clock the wind increases to NE force 4. This is nearly directly from ahead. At 16:20 o´clock we are at the position 53°45,9´N 007°21,1´E and passing the island Baltrum. We also must skip, as Juist, Baltrum. Our guide tells us a water level for the harbour of Baltrum of 1,30m with flood. There we would get stuck in the tidal flat long  before the arrival in the harbour. We visited Baltrum in 2014. Because of the low water level by ferry. Our voyage report is HERE. Loona has made it to themselves comfortable in the bow of the boat. The shi´s side offers her a protection against the wind and a nice warm body by the sun at the same time. She is rather quiet and can properly enjoy the journey. At 16:25 o´clock the "Infinite Loop" comes closer again. A photosession at sea.

16:55 Uhr Tonne A2. Wir laufen in das Langeooger Fahrwasser aus Norden ein. Christoph und Lotte sind kurz vor uns. Da der Hafen von Langeoog kleiner und flacher als der Hafen auf Norderney ist, wollen die beiden schon einmal einen passenden Platz für die dicke "pacifico" finden. Loona hat sich inzwischen wieder für das Angstzittern entschieden. Trotzdem ist sie nicht in Panik. Die sichersten Plätze sind ihrer Ansicht nach vorne an Deck - und unten vor der Maschinenraumtür. Wie sie gerade darauf kommt, haben wir noch nicht herausgefunden. Mit dem vollen Flutstrom geht es zeimlich schnell in Richtung des Hafens. An der Steuerbordseite sehen wir jetzt das Ostende der Insel Baltrum. 17:15 Uhr Tonne A10. Nun sind wir kurz vor dem Hafen.

16:55 o´clock buoy A2. We entering the fairway to Langeoog from the North. Christoph and Lotte are just ahead of us. As the lower water level of the harbour of Langeoog than of Norderney, both want to find a berth for the bigger "pacifico" before we arrive. Loona is still afraid again, but no panic. The surest places for her are the bow on deck and in front of the engineroom door. We have not found out, why she likes especially these two places  yet. With the full running flood current we coming fast closer to the harbour. On our starboardside we see the eastern end of the island Baltrum. At 17:15 o´clock we pass the buoy A10. Now we are short before the harbour.

Zuerst sieht der Hafen sehr voll aus. Die besten Liegeplätze für uns, außerhalb des Yachthafens, sind natürlich belegt. Doch ganz hinten im östlichen Teil der Yachthafenanlage findet sich noch ein Platz für die auffällige "pacifico". Christoph steht schon bereit, um die Festmacher in Empfang zu nehmen. Auch der Hafenmeister kommt gleich dazu, um zu helfen. Wir müssen sehr langsam fahren, denn hier ist wirklich fast kein Wasser unter dem Kiel.  Bei Wind sollte man die Anlage mit einem großen Boot besser meiden. Wir können gerade so, meterweise, manövrieren. Mehr ist nicht drin. Um 18:15 Uhr sind wir schließlich fest. Lotte´s erste Aktion sieht man links auf dem Bild. Irgendwie sind die Sofas bei ihr an Bord doch kleiner.

At first the harbour looks very fullfilled. The best berthing places for us, outside of the yacht harbour, are occupied of course. However, far inside the eastern part of the yacht harbour is a place for the remarkable "pacifico". Christoph is standbye to take the mooring lines. Also the harbour master immediately comes to help. We must drive at a very low speed, because ther is not much water under our ship really. With a bigger boat and wind one should better avoid the yacht harbour arrangement. We can maneuver only meter by meter. Nothing else. At 18:15 o´clock we are save moored. Lotte´s first action you can see on the picture. Nevertheless, anyhow the sofas on her boat must be smaller than ours.

Das Wetter bleibt herrlich. Der Wind schläft, mal wieder, ein. Ein paar Neugierige kommen vorbei und fragen nach dem Schiff und der Sea Shepherd-Flagge. Unser Tagestrip dauerte nur etwas mehr als 4 Stunden. Dabei haben wir 18 sm zurückgelegt. Dazu gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang. Die Hunde können gut an Land laufen. In östlicher Richtung vom Hafen der Steganlage sieht man frei laufende Hunde nicht so gern. Die Steganlage ist etwas zu wenig beleuchtet und die Strompfeiler bedürfen dringend einer Überholung. Dafür gibt es einen guten Service, ein gutes Restaurant gleich am Hafen und einen sehr hilfsbereiten und netten Hafenmeister. Das sind eigentlich ideale Voraussetzungen für einen schönen Inselaufenthalt. Wäre da nicht der geringe Wasserstand. Die Übernachtung kostet 26,50 € inklusive Dusche und Strom.

The weather remains marvellous. The wind sleeps again. A few curious people come salong and ask for the ship and Sea-Shepherd flag. Our day trip lasted only a little bit more than 4 hours. Besides, we sailed 18 nm. In addition there is still a nice sundown. The dogs can run well ashore. In easterly direction from the yacht harbour they don´t like to see free running dogs. The footbridge arrangement is not lighted up enough and the electric current pillars urgently need an overhaul. For it, there is a good service, a good restaurant near the harbour and a very helpful and kind harbour master. These are, ideal conditions for a nice island stay. If there was not the low water level. The overnight stay costs 26,50 € per night for us. Including shower and electric current.

13. September 2016 - Tuesday

07:00 Uhr SE 2 2/8 Bedeckung 20°C. Mit der ablaufenden Tide wollen wir heute zum Westende der Insel fahren. Dort, in den tieferen Wasserbereichen, wollen wir Segel- und Ankermanöver durchführen. Wegen der ablaufenden Tide fällt das Frühstück kürzer aus. Wir bauen den Außenbordmotor der "Infinite Loop" an das Heck unseres Schlauchbootes, bringen die Hunde zum letzten Spaziergang an Land und legen ab. Das Schlauchboot wird am Heck der "pacifico" mitgeschleppt.

07:00 o´clock SE 2 2/8 overcast 20°C. Today with the downgoing tide we want to sail to the western end of the island. There, in the deeper water areas we want to carry out sail- and anchor manoeuvre. Because of the downgoing tide our breakfast is a little shorter. We put the outboard engine of the "Infinite Loop" on the stern of our rubber dinghy, do a last walk with the dogs ashore and leave the harbour. The rubber dinghy is tied on "pacifico´s" stern.

 

 

Um 09:10 Uhr legen wir ab. Christoph und Lotte sind heute mit dabei. Loona nutzt die Situation gleich um 3 Bedürfnisse zu bekommen: Sicherheit bei Jürgen am Steuer, weil das Schiff schon wieder fährt, die Wärme der Sonne auf den Rücken und den Schatten am Steuerrad, um den unterbrochenen Schlaf fortzusetzen. Das ist gar nicht mal so dumm! Gleich nach dem Passieren der Hafeneinfahrt setzen wir alle Segel. Der wenige Wind schafft es die Segel zu füllen und das Schiff steuerfähig zu halten, mehr nicht. Die Geschwindigkeit von 2,1 Kn, die wir schaffen, kommt hauptsächlich von der ablaufenden Tide. Eile mit Weile ist angesagt. Um 10:40 Uhr erreichen wir mit unserer Bummelfahrt die Fahrwassertonne A3. Das bleibt so bis 12:00 Uhr. Jetzt ist der Wind völlig eingeschlafen. Der Motor muss arbeiten, denn wir wollen den Ankerplatz erreichen. Bei der Fahrwssertonne A7 verlassen wir um 12:50 Uhr das Fahrwasser und fahren langsam zu Westküste der Insel. Dicht beim Ufer liegen bereits andere Yachten, aber alle im 2m-Wassertiefenbereich. Das ist uns zu flach. Wir wollen im 5m-Bereich ankern. Um 13:05 Uhr erreichen wir den Bereich. Auf Position 53°43,7´N 007°27,2´E fällt der Anker. Etwa 500m nördlich von uns können wir eine Sandbank sehen. Sie verläuft nach Nord und nach Nordost parallel zur Küste der Insel. Zwischen der Sandbank und dem Ufer ankern weitere Boote.

At 09:00 o´clock we leave our berth. Today, Christoph and Lotte are with us. Loona uses the situation immediately about three needs to agree: Safety with Jürgen at the wheel because the ship is underway again, the warmth of the sun on her back and the shade near the wheel to go on with her to short sleep last night. This is not silly really! As we had passed the harbour entrance we set all sails. The poor wind can only fill the sails and keeps the boat on course. The speed of 2,1 Kn we get mostly from the running off tide. Haste makes waste is announced. At 10:40 o´clock we reach with our stroll journey the fairway buoy A3. This remains till 12:00 o´clock. There is no wind left. The engine must run, because we want to reach our anchor place. At the fairway bouy A7 we leave the fairway at 12:50 o´clock and proceed slowly to the Westcoast of the island. Close at the beach there are some other yachts at anchor. All in the 2m area. This is not deep enough for us. We will anchor at the 5m area. At 13:05 o´clock we are there. At position 53°43,7´N 007°27,2´E we drop our anchor. About 500m from us we can see a sand bank. She runs to the North and to Northeast in parallel with the coast of the island. Between the sand bank and the shore there are more boats at anchor.

Das Schlauchboot ist schnell an die Backbordseite geholt. Um 13:15 Uhr ziehen Simone, Christoph und die beiden Hundviecher los. Lotte neugierig wie immer und auch Loona ohne jede Angst. Die Übungen mit dem Schlauchboot im Hafen von Weener waren wichtig für Loona. Jürgen hat die Bordwache. Aber auch hier lässt es sich gemütlich auf die Ankunft des Bootes warten. Das sind schon fast karibische Zustände heute.

The rubber dinghy is quick tied to the port side. At 13:15 o´clock Simone, Christoph and the both dogs leave the ship. Lotte, curious like ever, and Loona without any fear. The training with the rubber dinghy in Weener was important for Loona. Jürgen has the board watch. But it is also comfortable to wait here for the arrival of the dinghy. Today these are already Caribbean conditions.

14:20 Uhr. Das Schlauchboot kommt zurück. Die beiden Hunde machen keinen müden Eindruck. Anscheinend war das Rennen am Strand nicht genug. Neugierig schauen beide zur "pacifico". Das Anlegen macht keine Probleme und die Hunde machen alles fleißig mit. Schließlich ist das Übersteigen auf das Deck keine leichte Aktion. Auch nicht für Lotte. Wir warten noch bis der Flutstrom genügend Wasser gebracht hat.

14:20 o´clock. The rubber dinghy comes back. The two dogs don´t look much tired. The running on the beach was not apparent enough. Curiously both look to the closer coming "pacifico". The boarding is no t a problem for the dogs. Finall, the entering of the deck is not so easy. Also for Lotte. We stay here until the upcoming tide has brought enough water.

 

Kurz vor 16:00 Uhr gehen wir Anker auf. Wir wollen gerade langsam nach Südwesten ins Fahrwasser drehen, da laufen wir auf. Die angegebenen Wassertiefen der Seekarte stimmen nicht mehr. Die Lösung ist ganz einfach: Die nördlich von uns gelegene Sandbank hat sich unter Wasser in südwestliche Richtung ausgedehnt. Hier sind jetzt statt der angegebenen 5m nur noch 1,50m Wassertiefe. Das beschert uns einen Aufenthalt von 1 Stunde auf einer Sandbank, die da eigentlich nicht sein sollte. Das sind die Eigenarten des Watts. Wir nehmen es gelassen, denn das Wasser kommt. Loona und Lotte sind vom Landausflug sehr hungrig und warten beide auf eine gute Portion. Die Gelegenheit ist günstig. Wir haben gerade außer Warten nichts vor. Gegen 17:00 Uhr sind wir wieder frei. Wir haben noch Zeit, bis wir genügend Wassertiefe haben, um in den Hafen von Langeoog einzulaufen. Also setzen wir noch einmal die Segel und fahren noch ein paar Wendemanöver unter Segel. Eine halbe Stunde später, wir sind kurz vor der Hafeneinfahrt, bergen wir die Segel und laufen ein. Doch der Yachthafenbereich ist flach. Kurz vor Erreichen unseres alten Liegeplatzes stecken wir wieder fest. Diesmal im Schlick. Es fehlen nur noch 50m bis zum Liegeplatz. Für die "pacifico" ist das kein Problem. Sie hat ein geschlossenes Kühlwassersystem und nimmt kein Außenkühlwasser für die Maschine. Es ist wenig Wind. Mit der Kraft des Motors fahren wir dann durch den puren Schlamm, bedeckt mit etwas Wasser. Christoph geht bei der ersten Gelegenheit an Land und drückt den Bug herum. So kommen wir Meter für Meter an unseren Liegeplatz. Das Schlauchboot kommt noch an seinen Platz am Heck, dann ist Schluß für heute. Morgen wollen wir wieder die Rückreise antreten.

Shortly before 16:00 o´clock we heave up the anchor. We just want to turn slowly southwest in the fairway, as we run aground. The given water depths of the sea maps are not right any more. The solution is quite easy: The sandy bank situated to the north of us has extended under water in southwest dirction. Now here are instead of given 5m only 1,5m water. This gives to us a stay of 1 hour on a sandy bank which should not be there in the reality. These are the characteristics of the tidal flat. We take it calmly, because the water comes. Loona and Lotte are very hungry from the shore excursion and wait for a good meal. They can get. We just have nothing to do than waiting. Arouns 17:00 o´clock pacifico swims again. We still have time, until we have enough water depth to enter the harbour of Langeoog. So we set the sails again, and drive a few more sailing manoeuvre under sail. Half an hour later, we are just at the entrance of the harbour, we take the sails down and enter the harbour. However, the yacht harbour area is not deep. Shortly before we reach our last berth we stuck again in the ground. This time in the mud. There are only 50m left to our berth. For "pacifico" this is no problem. She has closed coolant system and takes no outside water for the engine. It is low wind. With the power of our engine we drive through the pure mud, covered with a little water. With the first chance Christoph goes ashore and pushes the bow in the wanted direction. So we come, meter by meter, closer to our berthing place. We lift the rubber dinghy to its place on our stern, then we finish for today. Tomorrow we want to start the way back.

14. September 2016 - Wednesday

05:30 Uhr SW 3-4 klar 1015 hPa 17°C. Es wird Zeit. Die aufkommende Flut lässt heute nur ein kurzes Frühstück zu. Wir wollen heute die Rückreise antreten und am Abend wieder auf der Insel Borkum sein. Die Bordroutine läuft an. Check der Maschine, Schließen der nicht benötigten Seeventile und Abstellen der nicht benötigten elektrischen Verbraucher. Kurz vor 07:00 Uhr sind wir seeklar. Das Wetter verspricht angenehm zu bleiben. Christoph will heute erst später den Hafen verlassen und über das Watt versuchen zur Ems zu kommen. Unser Weg führt außen über die Nordsee an den Inseln entlang in WSW´licher Richtung. Wir wollen so lange wie möglich segeln.

05:30 o´clock SW 3-4 clear sky 1015 hPa 17°C. It is about time. Today the upcoming flood allows only a short breakfast. Today we want to start the return journey and want to be on the island Borkum this evening. The board routine starts. Check of the engine, closing of the not required seacocks and shutoff of the not required electric consumers. Short before 07:00 o´clock we are ready for departure. The weather promises to remain pleasantly. Today Christoph wants to leave the harbour later and try to reach the river Ems by crossing the tidal flat. Our way leads us along the Eastfrisian Islands on the North Sea in a westsouthwesterly direction. We want to sail as long as possible.

 

Um 07:00 Uhr schwimmt die "pacifico" gerade so. Sie bwegt sich im Wasser. Es wird Zeit, denn die volle Flut lässt nicht mehr so lange auf sich warten. Bis dahin sollten wir den Wattbereich nördlich der Insel verlassen. Um 07:15 Uhr legen wir ab. Christoph und Lotte helfen beim Loswerfen der Leinen. Mit ganz langsamer Fahrt fahren wir durch die noch schlafenden anderen Boote. Dabei wirbelt unsere Schiffsschraube am Heck noch jede Menge Schlamm auf. Es ist noch nicht viel Wasser unter dem Kiel. Schließlich lassen wir die Hafeneinfahrt von Langeoog hinter uns.

At 07:00 o´clock is enough water in the harbour that "pacifico" starts to swim. She moves slowly in the water. It´time, because the full flood does not keep waiting any more so long. We take off the lines at 07:15 o´clock. Christoph and Lotte helps us. With dead slow speed we proceed through the other sleeping boats. Besides, our ship screw still whirls up a lot of mud. There is not so much water under our keel yet. Finally, we leave the port entrance of Langeoog behind us.

Unsere Fahrt durch das Fahrwasser nach Norden wird von einem herrlichen Sonnenaufgang begleitet. Überall ist genug Wasser zum Fahren. Um 08:00 Uhr passieren wir die Fahrwassertonne A12 und um 08:55 Uhr haben wir die Ansteuerungstonne auf der Nordsee erreicht. Bei etwa 1m Seegang drehen wir "pacifico" in den Wind, um beim Setzen der Segel keinen Druck auf die Segel zu bekommen. Unter Winddruck lassen sich die Segel wegen der hohen Reibung der Mastrutscher in der Mastnut nicht setzen. Jürgen bleibt am Steuer und Simone setzt um 10:30 Uhr auf Position 53°45,1´N 007°17,1´E die Segel. Die Seereise beginnt. Loona weiß wieder nicht genau, ob sie Angst haben muss oder ob Aufregung und Neugier nicht doch besser sind.

Our trip through the fairway to the North is accompanied by a marvellous sunrise. There is everywhere enough water for us to drive. At 08:00 o´clock we are passing the fairwaybuoy A12 and at 08:55 o´clock we have reached the approach buoy at the North Sea. With about 1m of swell we turn "pacifico" in the wind to get no pressure  on the sails. Under wind pressure the sails cannot  be set because of the high friction of the sail slides running in the masts. Jürgen remains at the wheel and Simone sets at 10:30 o´clock in position 53°45,1´N 007°17,1´E all sails. The sea voyage begins. Again Loona does not know if she must be afraid or if ist is better to be excited and curious.

Leider bringt mal wieder der Wind unsere Planung durcheinander. Er dreht und kommt jetzt genau von hinten. Die Segel bleiben oben, doch wollen sie mal zur einen Seite und mal zur anderen Seite. Wir fahren die Segel mittschiffs. Das ist weniger gefährlich, als mit schlagenden Bäumen. Leider kostet das auch Geschwindigkeit. Wir werden zu langsam. Um 12:00 Uhr passieren wir die Dovetieftonne von Norderney. Der Wind weht sehr unregelmäßig. Manchmal kommen sogar kurze Strecken ohne Wind. Dann sind wir Spielzeug für die laufende 1,5m hohe Dünung aus nordnordöstlicher Richtung. Es hilft nichts. Der Motor muss langsam mitschieben. Um 13:45 Uhr haben wir die Insel Juist passiert. Der Wind hat wieder zugelegt auf ENE 4. Kurz vor 15:00 Uhr nehmen wir den Basan weg und das Boot liegt mit dem laufenden Motor etwas stabiler in der anrollenden Hecksee. Um 14:55 Uhr erreichen wir die Tonne Osterems. Nun können wir einen südwestlichen Kurs fahren. Der Wind hat auf NE 4-5 zugelegt. Dazu ist es etwas dunstig geworden. Schmetterlingssegeln ist angsagt. Dazu werden Fock und Großsegel jeweils zu einer Seite verstellt. Nun hat jede Seite eine Segelfläche zur Verfügung und der Wind von hinten kann gut schieben. Bald segeln wir durch das Riffgat, die nördliche Ansteuerung der Ems.

Unfortunately, the wind mixes up our planning once more. The wind turns and comes now exactly from behind. The sails remains on the masts, however, sometimes they want to go to port and sometimes to starboard. We drive the sails midships. This is more safe than with tolling booms. Unfortunately, this costs speed too. We become too slow. At 12:00 o´clock we pass the Dovetief buoy of Norderney. The wind blows very unsteady. Sometimes we have short distances without any wind. Then we are a toy for the running 1,5m swell from north-northeasterly direction. Nothimg helps. The engine must slowly copush. At 13:45 o´clock we have passed the island Juist. The wind has increased again for ENE 4. Shortly before 15:00 o´clcok we take down the Besan and the boat lies more solidly with the running engine in the rolling wake. At 14:55 o´clock we reach the Osterems buoy. Now we can sail a southwesterly course. The wind has increased to NE 4-5. There is a little dust around now. Butterfly-sailing is now the right way. In addition foresail and mainsail are shifted one to each side. Now every side has a surface and the wind from behind can push well. Soon we are sailing the Riffgat, the northerly entrance of the Ems.

Um 16:40 Uhr erreichen wir die Tonne 11 des Emsfahrwassers. Auf dem nun östlichen Kurs können wir doch noch etwas mehr als eine Stunde "normal" segeln. Borkum ist in Sicht. Bald segeln wir bei guter Sicht einen südöstlichen Kurs entlang der Südküste Borkums. Erst lässt uns die über das Hohe Riff ankommende Dünung aus Nordost noch schaukeln. Im Schutz der Insel lässt das bald nach. Loona merkt, das es wieder in einen Hafen geht. Die Neugier überwiegt. Um 17:30 Uhr passieren wir die Emstonne 15 und verlassen das Fahrwasser. Die Segel kommen weg. Dieses mal ist Jürgen dran die Segel zu bergen.

At 16:40 o´clock we reach the buoy number 11 of the Ems fairway. Nevertheless, on the actual easterly course we can sail some more than 1 hour "normally". Borkum is in sight and soon we are sailing with good sight a southeasterly course along the southcoast of Borkum. Only the swell coming about the High Reef let us swing. In the shelter of the island this stops soon. Loona noticed that we come closer to a harbour again. The curiosity predominates. At 17:30 o´clock we pass the fairway buoy 15 and leave the fairway. The sails must come down. This time it is Jürgen´s turn to get the sails down.

18:10 Uhr. Nur noch unter Motor laufen wir nach 56,9sm in die Fischerbalje, der Zufahrt zum Borkumer Hafen, ein. Beim Festmachen im Borkumer Hafen hilft sofort wieder die hilfsbereite Hafenmeisterin, als sie die "pacifico" erkennt. So kommen wir auch bei dem herrschenden ablandigen Wind gut an die Pier. Um 18:40 Uhr sind wir dann wieder gut fest an der Brücke V Westseite. Alle heil angekommen. Loona kann nun endlich, nach der Begrüßung durch die Hafenmeisterin, wieder normal atmen und fressen. Dazu gibt es vorher noch Jagen auf einer echten und großen Wiese. Wir werden hier nur bis morgen früh bleiben. Dann wollen wir mit der auflaufenden Tide weiter nach Emden. 22:00 klar etwas Dunst 18°C schönes Mondlicht.

18:10 o´clock. Only with our engine we enter after 56,9nm the Fischerbalje, the approach to the harbour of borkum. With the berthing in the harbour of Borkum the female harbourmaster helps with the lines immediately, when she realize the "pacifico". Despite of the offshore wind we come well to the pier. Then at 18:40 o´clock we are well moored at the western side of bridge V. Now, finally, Loona can breathe and eat, after the greeting by the harbour master, normally again. In addition there is still hunting on a real and big meadow before. We will stay here only till tomorrow morning. Then we want to go on to Emden with the upcoming tide. 22:00 o´clock little dust 18°C and a nice moonlight.

15. September 2016 - Thursday

03:20 Uhr 3/8 Bedeckung E 5 20°C. In der Nacht bläst der Wind mit 5-6 Bft aus Ost. Jürgen schläft wegen der Wärme die 2. Nacht im Cockpit. Um 03:00 Uhr heißt es aufstehen - Loona´s Gesicht ist der erste lustige Moment heute! Frühes Aufstehen ist so gar nicht ihr Ding. Vom Mondlicht des fast vollständigen Vollmondes ist nichts mehr zu sehen. Alles ist gleichmäßig schwarz. Unser alter Mercedes Motor beginnt um 04:45 Uhr zu arbeiten und ist gut außerhalb des Bootes zu hören. Hoffentlich haben wir nur wenige Schläfer um uns herum geweckt.

03:20 o´clock 3/8 overcast E 5 20°C. In the nicht the wind blows with 5-6 Bft from the East. Jürgen sleeps the 2nd night in the cockpit because of the warmth. At 03:00o´clock we all get up - Loona´s face is the first funny moment today. To get up early is not her thing really. Nothing is to be seen by the moonlight of the almost entire full moon. Everything steadily black. Our old Mercedes engine starts to work at 04:45 o´clock and is well to be heard outside of the boat. We hope that we have woken up not so much sleepers around.

Um 04:50 Uhr legen wir ab. Von der Borkumer Hafenausfahrt ist erst nur das schummrige gelbe Licht der Infotafeln zu sehen. Wir fahren in die Schwärze hinein, als wir den Hafen verlassen und in die Fischerbalje fahren. Wasser und Himmel sind gleichmäßig tiefschwarz ohne Unterschied. Ab und zu ist das eine oder andere Licht einer der Fahrwassertonnen zu sehen, aber nicht die Tonnen. Wir wissen, dass nicht alle Tonnen beleuchtet sind. Passend zur Situation ist das Leuchtfeuer Fischerbalje an der Zufahrt zur der Ems ausgefallen. Wir fahren durch ein Schwarz mit gelegentlichen roten oder grünen Lichtsignalen. Mit unseren Augen und dem alten aber aktuellen Kartenplotter A 65 geht es durch die Dunkelheit. Wir halten möglichst die Mitte des Fahrwassers, das uns der Plotter anzeigt. Der alte Plotter arbeitet dabei wirklich sehr genau! Wir kommen nach etwa einer halben Stunde an der Zufahrt zur Ems an, ohne eine unbeleuchtete Fahrwassertonne unfreiwillig näher kennengelernt zu haben. Gegen 06:00 Uhr kommt dann der erste Schimmer des neuen Tages bei der Emstonne 27 in Sicht. Der Wind hat inzwischen eine leicht südliche Tendenz mit EzS 4 bei etwa 1m Seegang.

At 04:50 o´clock we start. Only the dim yellow light of the info boards is to be seen at the Borkumer harbour exit. We drive in the darkness when we leave the harbour an enter the Fischerbalje fairway. Water and sky are steadily deep black without a difference. From time to time we can see the one or other light of one of the fairwaybuoys but mot the buoys. we know that not all buoys are lighted up. Suitably to the situation the beacon light of the Fischerbalje at the entrance to the river Ems is out of order. we drive through a black with occasional red or green light signals. With our eyes and the old but actual chart plotter A65 we drive through the darkness. We try to keep the middle of the waterway the plotter shows us. The old plotter works very exactly really. So after about half an hour we reach the entrance to the Ems without touching anything. around 06:00 o´clock the first daylight is to be seen at the Emsfairway buoy 17. The wind has, in the meantime, a light southerly trend with E to S force 4 and about 1m of swell.

Mit der auflaufenden Tide kommen wir zügig voran. Die Geschwindigkeiten liegen zwischen 6,5 und 7,2 Knoten. Um 08:45 Uhr haben wir bereits den sogenannten K-Weg hinter uns. Das ist eine kleine Abkürzung des Emsfahrwassers bei der niederländischen Stadt Delfzijl auf der roten Fahrwasserseite der Ems. Hier finden wir auch Christoph und Lotte mit ihrer "Infinite Loop". Sie sind etwa 3 Tonnenlängen vor uns und wollen aber gleich weiter bis Weener fahren. Wir verschieben das auf morgen und laufen um 09:40 Uhr in den Emder Außenhafen ein. Um 10:00 Uhr sind wir wieder fest am Zollponton. Die Außenanleger des Yachthafens sind mal wieder belegt. Ohne Probleme kommen wir mit der, fast immer, zitternden Loona in Emden an. Loona schnell an Land und dann den unterbrochenen Schlaf nachholen.

With the upcoming tide we make headway quickly. The speeds are between 6,5 and 7,2 knots. At 08:45 o´clock we already have the so-called K-way passed. This is a short shortcut of the Ems fairway near the Netherland harbour Delfzijl on the red fairway side of the Ems. Here we also find Christoph and Lotte with their "Infinite Loop". They are about 3 buoy length ahead of us and want to go on directly to Weener today. We plan to go to Weener tomorrow and neter the Outer Harbour of Emden at 09:40 o´clock. At 10:00 o´clock we are save moored at the custom ponton. The outside landing pier of the yacht harbour is again complete occopied. Without problems we arrive with the always shaking Loona in Emden. Looba quickly ashore and then we go on with our interrupted sleep last night.

Zum Tagesabschluss geht es nachmittags zum Eis- und Fischbrötchenessen zum Emder Ratsdelft. Der wenige Schlaf ist nicht zu übersehen. Selbst Loona läuft nur schlapp auf ihren kurzen Beinen hinterher.

In the afternoon for the day end we go to eat ice and fish bread at the Emder Ratsdelft. The few sleep is not to be overlooked. Even Loona runs only floppily on her short legs behind.

 

 

 

 

16. September 2016 - Friday

07:00 Uhr grau bedeckt WSW 4 dicke Regenwolken 1011 hPa 18°C. Eine halbe Stunde später fällt Regen. Wir können in Ruhe aufstehen. Selbst ein gutes Frühstück ist drin. Mit der auflaufenden Tide brauchen wir gut 3 Stunden bis nach Weener. Da haben wir noch Zeit. Um 09:15 Uhr legen wir ab. Jetzt ist etwa die halbe Tide aufgelaufen. Wir werden in Weener bei fast voller Flut ankommen. Zuerst bleibt uns der graue Himmel erhalten. Es kommt aber kein zweiter Regenschauer. Andere Schauer ziehen alle weit weg von unserem Weg vorbei, um andere mit ihrem Regen zu beglücken. Manchmal sind sogar wenige blaue Stellen am Himmel zu sehen. Wir haben eine ruhige Fahrt und kaum Verkehr. Der Hafen von Weener soll allerdings sehr voll sein. Der gute Zbigniew meldet sich bei uns und will einen Liegeplatz für uns schaffen.

07:00 o´clock grey overcast WSW 4 thick rainclouds 1011 hPa 18°C. Half an hour later it rains. We can get up calmly. a good Breakfast is also possible. With the upgoing tide we need around 3 hours to Weener. So we have a little time now. At 09:15 o´clock we start. Now the half of the tide has come. We will arrive in Weener with the nearly full flood. At first the sky remains grey. However, there comes no second shower. Other showers passing by from our way far from us, to make others happy with their rain. Even a few blue holes in the cloudy sky are sometimes to be seen. We have a calm journey without hard traffic. However, the harbour of Weener should be well visited. Good Zbigniew contacts us and will create a berthing place for us.

Um 10:05 Uhr passieren wir das Sperrwerk und um 11:30 Uhr Leer Bridge bei der Stadt Leer. Bei der Brücke müssen wir erst noch 15 Minuten auf eine weitere Yacht warten. Danach lassen wir uns Zeit. Zbigniew meldet sich wieder. Er hat wirklich nur einen Liegeplatz von 15m Länge zusammen bekommen. Bei unseren 13m Bootslänge heißt das Einparken ohne Hilfe des Motor. Harry von der "Arielle" und Zbigniew wollen uns mit den Leinen einfangen und in die Lücke bugsieren. Der Himmel ist dann doch hauptsächlich grau aber ohne Regen. Weener ist bereits in Sicht. Wir lassen uns von der Tide flußaufwärts schieben und nehmen den Motor nur zum Steuern.

At 10:05 o´clock we are passing the Ems-Barrier und at 11:30 o´clock the Leer Bridge near the town Leer. With the bridge we must wait only another 15 minutes for another yacht. Then we give time to ourselves. Zbigniew calls us again. He has made a mooring place of only 15m. With our 13m.boat-length this means berthing without the help of the engine. Harry of the "Arielle" and Zbigniew will catch us with our lines and tow us in the gap. Nevertheless, the sky is mainly grey but without any rain. Weener is already in sight. We let the tide push us upriver and use the engine for steering only.

Wir bekommen die Schleuse für uns allein. Zbigniew und Harry erwarten uns an der Schleuse. Hafenmeister Frank läßt uns in die Schleuse. Der Hafen ist zur Zeit wirklich sehr gut besucht. Auch an Land steht alles voller Wohnmobile, denn morgen soll die Ems wegen der Überführung eines neuen Kreuzfahrtschiffes der Meyer-Werft aus Papenburg gesperrt werden. Das neue Schiff wird dann direkt hier am Hafen vorbeikommen. Unser Liegeplatz ist tatsächlich nur etwa 15m lang. Wir fahren die Bugspitze der "pacifico" im flachen Winkel in den Liegeplatz. Dann übernehmen unsere beiden Helfer an Land. Auch die Wohnmobilfahrer helfen schnell beim Einparken unseres Seglers.  Um 13:00 Uhr sind wir nach einigem Fummeln fest.

We get the lock for ourselves alone. Zbigniew and Harry expect us in the lock. Harbourmaster Frank let us enter the lock. In the moment the harbour is well visited really. Also ashore campers are everywhere, because the Ems should be closed tomorrow for the crossover of a new cruise ship from the upriver in Papenburg located Meyer-Shipyard. Then the new ship will pass the harbour of Weener directly. Our berthing place is 15m long really. Very slowly we drive the bow of "pacifico" direct in the forward corner of our berthing place. Then our both helpers take action ashore. Also some camper drivers helps us with the berthing. At 13:00 o´clock we are, after some fumbling, save moored.

Loona ist beim Einlaufen und Anlegen natürlich wieder voll da. Bekannte Gesichter und "ihr" Hafen - die Welt ist wieder in Ordnung. Es dauert auch nicht lange, da liegt sie auf dem Sofa im Cockpit auf "ihrem" Schiff und genießt das Ende dieser aufregenden Reise auf ihre Weise......

With the entrance and berthing Loona is of course again. Well known faces and "her" harbour - the world is fine again. It also does not last long, there she lies on the cockpit sofa on "her" ship and enjoys the end of this thrilling journey in her manner......

 

logbook 2016